Apple lässt alte iPhones alt aussehen.
Veröffentlicht von: Ronja Lars Wilkening
Die Produktzyklen des iPhone Herstellers Apple sind ziemlich berechenbar. Zwar haben sie im vergangenen Jahr im Sommer lediglich die äußere Hülle ihres Kassenschlagers umgefärbt, aber dennoch bleiben sie bei einem ein- bis eineinhalbjährigen Produktzyklus für ihre Mobiltelefone.
Neben der Hardware pflegt Apple natürlich auch das Betriebsystem üblicher Weise im selben Intervall. Regelmäßig werden die Entwickler mit neuen Funktionen und Verbesserungen des Workflows versorgt. Ein herausragendes Feature der XCode Entwicklungsumgebung ist der Interface Builder, in dem Programmierer schnell ein Layout einer App erstellen können. Das im Herbst 2011 mit iOS 5 vorgestellte UIStoryboard ermöglicht es sogar Programmabläufe zwischen unterschiedlichen Ansichten der App zu konfigurieren. Eine große Einstiegshürde für iOS Neulinge war lange Zeit die Notwendigkeit die Speicherverwaltung selbst genau im Griff zu haben. Zwar hat sich grundsätzlich daran nichts geändert, jedoch hat auch hier Apple mit dem LLVM Compiler und ARC ein äußerst Hilfreiches Feature an die Hand gegeben. Mit Hilfe dieser Tools lässt sich die Produktivität bei der App Entwicklung steigern und der Entwickler hat mehr Spielraum dem Kunden preislich entgegen zu kommen.
Die oben genannten Features haben allerdings auch einen Haken. So müssen sie stets von der Firmware des verwendeten Geräts unterstützt werden. Bei älteren Firmwareversionen ist es für Apple nur schwer oder gar nicht möglich diese Features nachzurüsten. Dies betrifft dann unmittelbar auch die Programmierer, die vor der Wahl stehen auf den Komfort dieser Hilfsmittel zugunsten älterer Hardware zu verzichten, oder diese von der Nutzung der eigenen Software auszuschließen.
Nun hat Apple begonnen diese Entscheidung zu Teilen selbst in die Hand zu nehmen. Denn mit dem nächsten Update der Entwicklungsumgebung werden Apps nur noch für Geräte mit armv7 Prozessor (iPhone 3GS und neuer) und der Firmware 4.3 erstellbar sein. Ältere Firmware Versionen werden dann nur noch mit erheblichem Mehraufwand realisierbar sein. Da alle Geräte die iOS 4.3 installieren können auch noch die aktuellen Firmware Versionen installieren können, sollte die Wahl des sog. Deployment Targets (minimal benötigte Firmware-Version) im Einzelfall mit dem Kunden bewusst abgewogen werden.
(Bild:
magic quote auf Flickr)
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